Someday Jacob

Samstag, 8. Oktober 2016 - 20:00

Bereits für das 2012 erschienene Debütalbum „Morning Comes“ applaudierte die Musikwelt lautstark. Schlüter, damals noch ein Solokünstler, beeindruckte mit souveränem Indie Folk mit Americana Anleihen. Er landete u. a. prompt mit einem abendfüllenden Live1 Konzert bei NDR 2, bekam einen Platz auf dem begehrten New Noices Sampler des Rolling Stone Magazins und spielte gut 200 Shows in Deutschland, Holland sowie dem UK. Unterwegs entstand mit Martin Denzin (Schlagzeug), Uli Kringler (Gitarre, Banjo) und Manu Steinhoff (Bass) die Band, die nun Someday Jacob ist – und mit „It Might Take A While“ ein außergewöhnliches, frappierend zeitloses Album vorlegt.
Das Album ist im Juli 2015 bei Haldern Pop / Rough Trade erschienen und in Deutschland, im UK sowie in den USA entstanden. Beteiligt sind u. a. Vance Powell (Kings of Leon, White Stripes, Jack White) und Richard Dodd (George Harrison, Tom Petty, Dixie Chicks) sowie die texanische Americana Sensation Israel Nash Gripka. Trotz des Titels ist man ganz schnell mittendrin: In den faszinierenden 70s Harmoniegesängen nach der Art von Neil Young oder CS&N sowie der musikalischen Sensibilität, die Someday Jacob in die Nähe von Neo Folkern wie Midlake oder Scott Matthews rücken. Manche Songs glänzen wie dunkle Edelsteine in noch dunkleren Höhlen („Useless Light“), manche tragen das Laurel Canyon im Herz ihrer musikalischen DNA („Daily Bread“, „Trade It All In“), manche berühren mit leiser Intimität, die durch die Streichersätze des britischen Meisterarrangeurs Johnny Parry noch unmittelbarer wird („Room With A View“). Die erste Single, „Between Me And You“, trägt den leisen Zauber von Fleetwood Mac in sich – und weitet den musikalischen Horizont von Someday Jacob noch ein klein wenig mehr.

 

 

 

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